Schülerin Kira Seelbach berichtet von einem besonderen Erlebnis während der fünftägigen Fahrt ihrer Klasse nach Bollendorf an der luxemburgischen Grenze:

Die Kanufahrt auf der Sauer

Morgens direkt nach dem Frühstück ging es los. Ausgerüstet mit einem Lunchpaket machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Von dort fuhren wir mit dem Bus zu der Stelle, an der wir empfangen wurden, und alle bekamen Schwimmwesten, die sie anziehen mussten. Dort hatten wir noch ungefähr fünf Minuten Fußweg, bis wir da waren. Immer zwei Leute durften in ein Boot. Meine Freundin und ich setzten uns in ein Boot und dann wurden wir von einem Mann ins Wasser geschubst.

Als wir im Wasser waren, hatten wir direkt Probleme und alle ruderten uns davon. Die Lehrer ganz hinten versuchten uns Anweisungen zu geben, aber besser wurde es nicht. Irgendwann hatten wir ein bisschen den Dreh raus und überholten ein paar andere Leute, doch als wir uns gerade darüber freuten, dass es so toll klappte, fuhren wir geradewegs in einen Baum, der mitten in der Sauer lag. Weil wir nicht alleine da raus kamen, mussten uns Leute aus der Nachbarklasse helfen. Als wir uns dann von der Strömung treiben ließen, weil das Paddeln sehr in die Arme ging, fuhren wir uns nochmal fest. Allerdings war diesmal keiner bei uns, also mussten wir aus dem Boot heraus und das Boot wieder befreien, doch dabei fielen wir ins Wasser. Zum Glück war das nicht schlimm, weil es an dem Tag sehr heiß war. Wir hielten das Boot fest, damit es nicht direkt weiterfährt, und ich kletterte hinein, ohne groß darüber nachzudenken, dass das Boot einfach weiterfährt, sobald ich drinsitze. So fuhr ich mit dem Boot weiter, während meine Freundin noch im Wasser stand und schrie: „Kira, Kira! Du kannst doch nicht weiterfahren!“ Also ruderte ich mit dem Boot gegen die Strömung (zumindest versuchte ich es) und Sara wollte mir entgegengehen, doch sie fiel hin und war von oben bis unten nass. Wir mussten beide lachen und Sara schaffte es dann doch noch, aufs Boot zu kommen. Irgendwann trafen wir dann auch wieder andere Leute (zwei Jungs aus der Nachbarklasse), mit denen wir uns unterhielten und zusammen weiterfuhren. Schließlich sahen wir unsere Klassenkameraden, die am Ufer standen, weil wir die Letzten aus unserer Klasse waren. Unsere Klassenlehrerin musste uns aus dem Wasser fischen. Wir kamen alle pitschnass an der Jugendherberge an. Ich fand es war ein sehr lustiger Tag und auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Bericht: Kira Seelbach (8d)

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