Vor den Sommerferien fuhren der Leistungskurs von Amanda Mielcarek und der Grundkurs von Ulf Schneider ins NS-Dokumentationszentrum nach Köln. Der Ausflug vertiefte das Thema NS-Herrschaft, welches zu diesem Zeitpunkt behandelt wurde. Das EL-DE-Haus diente zwischen 1935 und 1945 als Gestapodienststelle und Gefängnis und war Inbegriff der Kölner NS-Schreckensherrschaft. Heute ist es Gedenkstätte und Museum, das als außerschulischer Lernort genutzt werden darf. Die Oberstufenschüler*innen erhielten im Museum in den oberen Etagen eine Führung und stiegen zudem in den Keller hinab, in dem sich die Gefängniszellen befinden. Besonders beeindruckend sind die Kritzeleien an den Zellwänden, die die ehemaligen Insassen hinterlassen haben: Sie reichen von Strichen, die die Anzahl der Tage in der Zelle dokumentieren bis hin zu Abschiedsbriefen, die die Einzelschicksale abbilden. Beklemmend wirkten dabei auch die extrem kleinen Zellen, so dass man sich nicht einmal im Geringsten vorstellen konnte, wie die Insassen unter diesen menschenunwürdigen Bedingungen – ohne ausreichend Körperhygiene, Tageslicht, Betten und Privatsphäre – mehrere Wochen und Monate ausharren konnten. Im Museumsabschnitt erfuhren die Schüler*innen einiges über den Aufbau der Gestapo, die Mittel und Strategien der Volksgemeinschaft, die Deportationen und den Holocaust, bis hin zum Widerstand verschiedener Gruppen wie den „Edelweißpiraten“. Viele Themen, die bereits Gegenstand im Unterricht waren, konnten an dieser Stelle vertieft werden.

Bericht: Amanda Mielcarek, Diana Hedwig

Foto: IGS Hamm

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